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29.11.22

Hans-Ludwig Levy
4. August 1929 Tessin – 17. November 2022 Rostock

Am 17. November starb unser Weggefährte und Freund Hans-Ludwig Levy.
Als Sohn eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter erlebte er schon als Schüler antisemitische Ausgrenzung.
Er musste miterleben, wie seine Großmutter Ina Levy, Tante Paula und Onkel Willi Marcus, auch sein bester Freund „Bubi“ (Bernhard) Blach nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert und ermordet wurden.
Dem Vorstand der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft und dem Vorstand der Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock / Max-Samuel-Haus war er als Ratgeber und guter Freund sehr verbunden. Wir erinnern uns eines langjährigen Mitglieds des Fördervereins des Max-Samuel-Hauses. Seine 2004 verfassten „Erinnerungen und Erlebnisse“ sind uns ein wichtiges Dokument. Nachhaltig bleiben seine Gespräche mit Jugendlichen.
Mit Hans-Ludwig Levy verlieren wir einen der letzten Zeugen unserer Region über eine Zeit, die nicht vergessen werden darf.

Danke Hans-Ludwig!

Wir trauern mit seiner Familie.
Wir werden sein Andenken bewahren.

Vorstand und Kuratorium der
Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock / Max-Samuel-Haus
sowie der
Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V.

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24.11.2022

Freunde der Rostocker Reformpädagogin Marie Bloch treffen sich anlässlich ihres 151. Geburtstags zu einem stillen Gedenken am Montag, 28. November 2022 um 10 Uhr vor dem Denkstein an ihrem ehemaligen Kindergarten, Paulstraße 5. Dieser Denkstein wurde 2004 zur Erinnerung an ihr grausames Schicksal auf Initiative des Max-Samuel-Hauses und unterstützt von der Rostocker Volkssolidarität gesetzt. Die als Jüdin verfolgte Marie Bloch starb im KZ Theresienstadt an Hunger und Krankheit. Seit 1989 trägt der Kindergarten der Volkssolidarität am Beginenberg ihren Namen. Die Einweihung fand unter großer Anteilnahme etlicher Rostockerinnen und Rostocker statt, die einst im Kindergarten der Marie Bloch betreut wurden.

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01.11.2022
Foto privat: Gedenken auf dem jüdischen Friedhof 2021

Gedenken an das Novemberpogrom
Andacht mit anschließendem gemeinsamem Spaziergang zur Stele in der Augustenstraße 101
Donnerstag, 10. November 2022 von 9.30 bis 11.00 Uhr
Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am ehemaligen jüdischen Friedhof im Lindenpark
10.00 Uhr Gedenken an der Stele in der Augustenstr. 101
Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen.

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19.09.22, aktualisiert: 04.10.22

Jüdische Kulturtage vom 12. Oktober bis 6. November 2022

Darf man in Zeiten wie diesen ein Festival veranstalten?
Diese große Frage bewegte uns seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine.
Wie Sie sehen, haben wir uns dafür entschieden, die 7. Jüdischen Kulturtage in Rostock durchzuführen. Nicht zuletzt eben wegen der unvorstellbaren Ereignisse, die seit dem 24.02.2022 Auswirkungen auf unser aller Leben haben. Viele unserer Gemeindemitglieder sind sehr direkt betroffen. Ihre ursprünglichen Heimatorte werden zerstört, Verwandte, ehemalige Schulkameraden, Nachbarn, Arbeitskolleg:innen müssen sich in Bunkern verstecken, an die Front ziehen oder sie fliehen aus den umkämpften Gebieten. Manche von ihnen kamen bis nach Rostock, erhielten Unterschlupf bei unseren Mitgliedern oder anderen Rostocker Familien bzw. in städtischen Einrichtungen. Nun prägen diese Menschen und ihre sehr unterschiedlichen Schicksale unsere tägliche Arbeit, denn unser Gemeindezentrum in der Augustenstraße war gerade in den ersten Monaten und ist bis heute eine der Anlaufstellen für ukrainische Geflüchtete, ob nun mit oder ohne jüdische Wurzeln. Flucht - dieses Thema ist im Judentum immer präsent. Wer, wenn nicht wir, könnten uns in geflohene Menschen hineinversetzen.

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Neue Ausstellung: "Das Weltall in Bansin - Juden auf Usedom"

9. September bis 15. Dezember 2022

Dienstag bis Freitag 10 – 16 Uhr und nach Absprache
4 € Eintritt (bis 18 Jahre und Student:innen mit AStA-Kulturticket frei)

Erste Ausstellungsführung: Dienstag, 20. September um 17.00 Uhr
Führungstermine: dienstags und donnerstags jeweils um 17.00 Uhr
06.10., 18.10., 03.11., 01.12., 15.12.
je 7 € Eintritt (bis 18 Jahre und Student:innen mit AStA-Kulturticket frei)

Kulturticketlogo transparent

Der weltberühmte Astronom Friedrich Simon Archenhold (1861–1939) nutzte ab 1902 mit seiner Familie 36 Jahre das älteste Haus Bansins, um sich zu erholen, wie seit 2018 wieder seine Enkel und Urenkel. Zudem schrieb er dort für sein Wissenschaftsjournal „Das Weltall“, weshalb Tausende seiner Beiträge wie andere seiner Ideen zu Astrophysik, Raketenbau, Filmtechnik, Breitenbildung oder allgemein Weltverbesserung auf Usedom entstanden sein werden. Die von ihm gegründete Archenhold-Sternwarte ist noch heute eine Institution in Berlin.

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